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TIKOZIGALPA IM SEPTEMBER



Das Grüne Gold - Filmabend mit Diskussion

Ackerland - das neue grüne Gold. Weltweit wächst die kommerzielle Nachfrage nach Anbauflächen für den globalen Markt. Eine der lukrativsten neuen Spielflächen ist Äthiopien. In der Hoffnung auf große Exporteinnahmen verpachtet die äthiopische Regierung Millionen Hektar Land an ausländische Investoren. Der Traum von Wohlstand hat jedoch seine dunklen Seiten: Es folgen Zwangsumsiedlungen riesigen Ausmaßes, über eine Million Kleinbauern verlieren ihre Lebensgrundlage, die Böden werden überfordert - die Antwort ist eine Spirale der Gewalt im Angesicht einer paradoxen Umweltzerstörung. Und wer sich in den Weg stellt, erfährt die harte Hand der Regierung. Dies muss auch der junge äthiopische Umweltjournalist Argaw lernen, der seine Stimme erhebt - und sich damit selbst in Gefahr bringt.

Eingerahmt wird der Film "Das Grüne Gold" von einer Einführung zum Thema "Landgrabbing – global und in Mecklenburg-Vorpommern" durch Prof. Dr. em. Klüter und einem Publikumsgespräch. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Engagement Global und im Rahmen der Interkulturellen Wochen statt.

Um eine Anmeldung unter www.engagement-global.de wird gebeten. Eine spontane Teilnahme ist bei freien Plätzen auch möglich.


TIKOZIGALPA IM OKTOBER



Der Waldmacher

1981 kommt der Australier Tony Rinaudo als junger Agrarwissenschaftler in den Niger, um die wachsende Ausbreitung der Wüsten und das Elend der Bevölkerung zu bekämpfen. Radikale Rodungen haben das Land veröden lassen und einst fruchtbare Böden ausgelaugt. Doch Rinaudos Versuche die Wüste durch das Pflanzen von Bäumen aufzuhalten scheitern und nahezu alle seine Setzlinge gehen wieder ein. Dann bemerkt er unter dem vermeintlich toten Boden ein gewaltiges Wurzelnetzwerk – eine Entdeckung, die eine beispiellose Begrünungsaktion zur Folge hat und unzähligen Menschen neue Hoffnung schenkt.

DER WALDMACHER ist das Porträt eines bemerkenswerten Mannes, dessen Lebenswerk 2018 mit dem so genannten alternativen Nobelpreis, dem Right Livelihood Award, ausgezeichnet wurde. Tony Rinaudo hat einen Weg gefunden, Bäume in den unwirtlichsten Gegenden wachsen zu lassen, indem er die noch lebenden Baumstümpfe und Wurzeln aktiviert und damit die Lebensgrundlage von Tausenden von Bauern in Afrika sichert. Seine Methode mit dem 'unterirdischen Wald' zu arbeiten, nennt er "Farmer Managed Natural Regeneration" (FMNR) und sie stellt nicht nur den Boden, sondern auch Würde und Hoffnung wieder her. Der "Chief of all Farmers", wie er heute in vielen Dörfern liebevoll genannt wird, musste sich die Akzeptanz seiner Ideen hart erkämpfen. In den 30 Jahren, die er in der Sahelzone gearbeitet hat, hat er Verzweiflung und Hungersnot erlebt, aber auch Widerstandskraft, Entschlossenheit und Entwicklung.
In DER WALDMACHER folgt Volker Schlöndorff Tony Rinaudo in verschiedene afrikanische Länder, um sich von der Wirkung des FMNR bei der Bekämpfung der Wüstenbildung zu überzeugen und stößt dabei auf Themen, die auch uns in Europa beschäftigen - Migration, Klimawandel, Geschlechtergerechtigkeit. Um seinen Blick zu vervollständigen, hat er afrikanische Filmemacher eingeladen, mit ihm zusammenzuarbeiten und ihre Erfahrungen mit dem Leben auf dem Land und den lokalen Herausforderungen zu teilen.
Der Film zeigt gewöhnliche Menschen, die außergewöhnliche Dinge tun und lehrt uns den Wert von Gemeinschaft, von Selbstermächtigung und von Hoffnung



Strom & Wasser

18:30: Einlass
19:00: Beginn Vortrag/Diskussionsrunde
20:00: Konzert
Openair Veranstaltung im Tikohof mit mobiler Freilichtbühne (bei schlechtem Wetter: In-doorveranstaltung, Testnachweis erforderlich (3G+))

Mehr Infos unter:
www.gartenrebellion.de
www.strom-wasser.de



Die fabelhafte Reise der Marona

„Die fabelhafte Reise der Marona“ der rumänischen Regisseurin Anca Damian erzählt die Lebensgeschichte einer zauberhaften Hündin und ihren wechselnden Besitzern. Unsere Heldin ist ein Halbblut-Labrador, der tiefe Spuren in den Leben der Menschen hinterlässt, denen sie begegnet. Rund um den Globus vielfach ausgezeichnet, begeistert der Animationsfilm mit einem Feuerwerk an bunten, visuellen Ideen. Die Poesie der Sprache, Fantasie und Humor vereinen sich zu einem einzigartigen und eigenwilligen Meisterwerk, bei dem alle Sinne angeregt und die widersprüchliche Schönheit des Lebens gefeiert werden. „Die fabelhafte Reise der Marona“ ist eine Reflexion über das Leben und die Liebe.



Die Stimme des Regenwaldes

Die wahre Geschichte von Bruno Manser. 1984: Auf der Suche nach einer Erfahrung jenseits der Oberflächlichkeit der modernen Zivilisation reist Bruno Manser in den Dschungel von Borneo und findet sie beim nomadischen Stamm der Penan. Die Begegnung verändert sein Leben für immer. Als die Penan von massiver Abholzung bedroht werden, nimmt Manser den Kampf gegen die Waldzerstörung mit einem Mut und einem Willen auf, die ihn zu einem der berühmtesten und glaubwürdigsten Umweltschützer seiner Zeit machen.



Ema

Ema y Gastón ist ein Film, wie man ihn nicht alle Tage zu sehen bekommt, ein Körper-Trip aus dem chilenischen Valparaíso und ein Bewegungsspektakel. Ema ist die Frau von Gastón. Die beiden hatten Polo adoptiert, einen Knaben kolumbianischer Herkunft. Während 10 Monaten lebte er bei ihnen. Ema tanzt und Choreograf Gastón begleitet die experimentierfreudige Tanztruppe, die alle möglichen Orte der Stadt in Beschlag nimmt. Mit Polo waren Ema und Gastón überfordert. Am Ende auch mit einander. Sie haben den Buben der Adoptivbehörde zurückgegeben, und jetzt plagt Ema das Verlangen nach ihm.

Ema und Gastón durchleben zwar eine Krise, aber sie lieben einander heftig in diesem Liebesfilm in den Rhythmen des Reggaeton. Der Film hat viele Gesichter, und das macht ihn so faszinierend. Er taucht mit uns ein ins pittoreske Valparaíso, wo es überall hoch oder runter geht. Ema durchlebt einen orgiastischen Liebesrausch mit ziemlich allen Figuren in komprimierter Form und plädiert auch damit für ihr Hauptanliegen und das Anliegen ihrer Generation: Libertad, Freiheit – ich will das, und ich will das jetzt. Pablo Larraín hat für seine Hauptfigur mit der platinblondierten Mariana Di Girolamo einen idealen Körper gefunden und diesem mit Gael García Bernal als zwölf Jahre älterem Gastón einen luziden Geist beigesellt, der mit seinen kurligen Statements Akzente setzt.